Die Reichen-Steuer kommt zur Abstimmung & die Abzocker schwitzen bereits: 10 Milliarden Franken sollen zurück zur Mittel- und Unterschicht fliessen, Schweizer Löhne entlastet und das Kapital gerecht besteuert werden

• Die hart arbeitende Bevölkerung muss 100% ihres Einkommens versteuern und zudem immer höhere Alltagskosten (Mieten, Krankenkassenprämien etc.) berappen.

• Ganz anders die Grossaktionäre. Sie müssen nur auf 60% ihres Einkommens Steuern bezahlen.

Das soll sich in der Schweiz ein für allemal ändern. 5-10 Milliarden Schweizer Franken sollen zurück zum Rest der CH-Bevölkerung fliessen, zur Mittelschicht und Unterschicht.

Die Abzocker bekommen bereits schwitzige Hände. Denn die 99-Prozent-Initiative ist zustande gekommen. Die Juso hat nach eigenen Angaben über 134'000 gesammelte Unterschriften bei der zuständigen Bundeskanzlei eingereicht. Die SP kritisiert, es dürfe nicht sein, dass jemand, der arbeite, steuerlich stärker belastet werde als jemand, der vom Vermögen lebe. Das Vermögen sei nirgendwo so ungleich verteilt wie in der Schweiz, so SP-Nationalrat Samuel Bendahan. Und Juso-Chefin Tamara Funiciello warnt: «Zieht euch warm an, ihr Abzocker.»



Der Wohlstand der Schweiz beruht auf der Arbeit von Millionen Menschen ...

... nicht einiger weniger.
 

 



Inhalte:

 

 

Abstimmung: Das will die neue Volksinitiative

Schweizer Franken CHF Geld Banknote
Bei einem JA fliessen 5-10 Milliarden Franken zurück zum Rest der CH-Bevölkerung.


Die Kapitalgewinne der Reichsten (wie Zinsen, Dividenden etc.) sollen neu ab einem Freibetrag von 100'000 Fr. pro Jahr gerechter besteuert werden, um «dabei gleichzeitig Millionen von Menschen in der Schweiz» mit tieferen und mittleren Einkommen zu entlasten.

Was fordert die 99%-Initiative? Kapitalgewinne (ab einer Freigrenze von 100'000 Franken) sollen nicht mehr zu 60%, sondern neu zu 150% versteuert werden.

Wen trifft die 99%-Initiative? Von dieser Regel wären laut Initianten rund 60'000 reiche Steuerpflichtige in der Schweiz betroffen. Also nur 1% der Bevölkerung: "Die Superreichen".

Wo fliessen die Gelder hin? Die Mehreinnahmen sollen dazu verwendet werden, dass Millionen von Menschen der Mittel- und Unterschicht finanziell entlastet werden:

  • Haushalte mit tiefen und mittleren Einkommen sollen weniger hoch besteuert werden.

  • Krankenkassenprämien sollen verbilligt werden.

  • Kinderkrippen sollen finanziert werden.

  • und weitere soziale Leistungen, die der Mehrheit der Bevölkerung zugute kommen, sollen mit diesem Geld finanziell unterstützt werden.


 

Der Initiativtext:

Die Bundesverfassung wird wie folgt geändert:


Art. 127a Besteuerung von Kapitaleinkommen und Arbeitseinkommen

1 Kapitaleinkommensteile über einem durch das Gesetz festgelegten Betrag sind im Umfang von 150 Prozent steuerbar.

2 Der Mehrertrag, der sich aus der Besteuerung der Kapitaleinkommensteile nach Absatz 1 im Umfang von 150 Prozent statt 100 Prozent ergibt, ist für die Ermässigung der Besteuerung von Personen mit tiefen oder mittleren Arbeitseinkommen oder für Transferzahlungen zugunsten der sozialen Wohlfahrt einzusetzen.

3 Das Gesetz regelt die Einzelheiten.
 


13‘100 Fr. statt 4'000 Fr. Mindestlohn

Schweizer Franken CHF Banknote


Ein Arbeitnehmer mit «3500 Fr. Lohn im Jahr 1989 müsste heute 13‘100 Fr. verdienen» ...


 

 

 

Die Ungleichheit ist kein Märchen:

Die 99%-Initiative will Kapital statt Arbeit besteuern


Die 300 Reichsten der Schweiz besitzen 675,30 Mrd. Franken ...

... Ihr durchschnittliches Vermögen beträgt 2,251 Mrd. Franken pro Kopf.

(Die Ungleichheit ist kein Märchen)


Die Initiative, wie radikal ihre Forderungen auch sein mögen, spricht ein hochaktuelles Thema an: Die Steuern für Reiche und Konzerne purzeln im freien Fall nach unten (manche milliardenschwere Unternehmen wie Glencore haben gar steuerfreie Abkommen ausgehandelt), während die Steuern auf Lohn (Arbeitnehmer) und Konsum stetig weiter nach oben steigen. Ein Missstand, der sich zunehmend verschärft. Die Reichen werden immer reicher. Der Rest (99%) muss immer höhere Alltagskosten berappen.

Die Ungleichheit ist kein Märchen. Weder global noch national. Acht reiche, weisse Männer besitzen so viel wie die gesamte ärmere Hälfte der Weltbevölkerung. Sprich ein einziger Mann besitzt so viel wie 470 Millionen Menschen zusammen.

Auch in der Schweiz existiert extreme Ungleichheit. Eine kleine Finanzelite wird immer reicher, während für alle anderen die Mieten, Krankenkassenprämien etc. steigen. Bei stagnierenden Löhnen wohlgemerkt.


Bald schon in absehbarer Zeit besitzt das reichste Prozent in der Schweiz gleich viel wie der Rest der Bevölkerung zusammengezählt (99%).
 

 

 

Aktuelle Lage in der Schweiz:

Kapital und die Kapitaleinkommen werden immer stärker privilegiert. Dividenden müssen oft nicht mehr voll versteuert werden. Immer steuerfrei sind sogenannte Kapitalgewinne, z.B. Profite aus Aktienverkäufen. Die Unternehmenssteuern werden laufend gesenkt, was wiederum höhere Profite für die Aktionäre bedeutet.

Auf der anderen Seite steht die Lehrerin, der Krankenpfleger, die Kassiererin, der Fabrikarbeiter oder Handwerker - sie alle leisten einen wertvollen Beitrag zur Gesellschaft. Für ihre Arbeit erhalten sie einen Lohn. Das Arbeitseinkommen, das immer höher besteuert wird. Während Reiche "ihr Geld für sich arbeiten" lassen und durch Zinsen immer reicher werden, ohne einen Beitrag an die Gesellschaft zu leisten.

Die Juso hat die Unterschriftensammlung erfolgreich abgeschlossen und hat die Unterschriften am 2. April 2019 um 10:30 Uhr offiziell bei der Schweizerischen Bundeskanzlei eingereicht. Über 134'000 Unterschriften sind für die 99%-Initiative zusammengekommen. Ein voller Erfolg. Wir halten Euch hier über die 99-Prozent-Initiative auf dem Laufenden.


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(Last updated: 02.04.2019, 17:26)