«Islamische Pflicht jedes Muslims»

Über 130 Imame verschiedener Strömungen des Islam verweigern den Attentätern des Terroranschlags in London ihre Beerdigung. Der britische Muslimrat MCB distanziert sich ausserdem in einer beispiellosen Erklärung und in aller Deutlichkeit von den Terroristen in London und Manchester - und bezeichnet diese als «gemeine Mörder» und «weit entfernt vom Islam».

Das also zum Thema: «Die Muslime grenzen sich nicht vom Terrorismus ab.»

Inhalte:

Muslime distanzieren sich von islamischen Extremisten

 


«Geschockt und abgestossen»

Der Muslim Council of Britain (MCB) erklärte, man sei «geschockt und abgestossen» vom Verhalten der Attentäter, deren «unhaltbares Handeln den hohen Lehren des Islam widerspricht». Muslimische Geistliche verweigern den Tätern daher das traditionelle Bestattungsgebet Salat al-Dschanaza. Und sie fordern andere Religionsführer dazu auf, es ihnen gleich zu tun.

Salat al-Dschanaza: Bei diesem Gebet wird um Vergebung für die Taten der Verstorbenen und für den Eintritt ins Paradies gebeten.

«Consequently, and in light of other such ethical principles which are quintessential to Islam, we will not perform the traditional Islamic funeral prayer over the perpetrators and we also urge fellow imams and religious authorities to withdraw such a privilege. This is because such indefensible actions are completely at odds with the lofty teachings of Islam.» [Ganze Stellungnahme siehe unten]

 

«Fehlgeleitet und weit entfernt vom Islam»

«Wir wollen klarstellen», dass die Terroristen «weder Legitimität noch Sympathie» der muslimischen Gemeinde haben. Die Attentäter seien «fehlgeleitet und weit entfernt von den Werten des muslimischen Glaubens».

Die muslimische Gemeinde zeige sich zutiefst bestürzt und trauere mit den Opfern, mit deren Angehörigen und allen Opfern von Terroranschlägen weltweit. Unabhängig davon, welchem Glauben sie angehören.

Religionen

«Wir beten zu Gott, dass die Täter in Übereinstimmung mit der Schwere ihrer Verbrechen im Jenseits gerichtet werden. Ihre Taten und das vorsätzliche Verlassen unserer religiösen Prinzipien entfremden sie von jeder Assoziation mit unserer Gemeinschaft, für die die Unantastbarkeit jedes menschlichen Lebens das Grundprinzip ist (Q.5: 32).»

 

«Gemeine Mörder»

Diese «gemeinen Mörder» würden versuchen, einen Keil in die Gesellschaft zu treiben, diese zu spalten und Angst zu verbreiten.

Doch die Gesellschaft werde dafür sorgen, dass die Terroristen scheitern. «Wir bitten alle, sich zu vereinen. Wir sind eine Gemeinschaft. Angesichts einer solchen düsteren Feigheit müssen wir, anders als die Terroristen, die Liebe und das Mitgefühl aufrechterhalten.»

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«Islamische Pflicht jedes Muslims»

Polizeikommandant Mak Chishty, der höchstrangige Offizier muslimischen Glaubens in Grossbritannien, erklärte in einem Statement:

«Es ist die islamische Pflicht eines jeden Muslims, dem Land, in dem sie leben, loyal zu sein

Harun Khan, der Generalsekretär des Muslimverbandes Muslim Council of Britain betonte: «Genug ist genug. Wir sind bereit, diese schwierigen Diskussionen zu führen, als gleichberechtigte Bürger, die in diesem Kampf das gleiche Ziel verfolgen.»

«Dies ist eine Ideologie, die das Töten und Hassen cool macht und die Worte des Islam als Deckmantel nutzt, um es zu rechtfertigen

Das schreiben andere:
- Komplette Stellungnahme des Muslim Council of Britain (MCB - Grösster muslimischer Dachverband Britanniens)
- Imams refuse funeral prayers for 'indefensible' London Bridge attackers
(The Guardian)
- Mehr als 130 Imame verweigern Attentätern von London die Beerdigung
(HuffPost)
- Britische Imame verweigern Attentätern das Totengebet
(Süddeutsche Zeitung)

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(Last updated: 13.06.2017, 12:06)