CS & UBS finanzieren umstrittene US-Pipeline auf Sioux-Gebiet in North Dakota

Laut Greenpeace finanziert die Credit Suisse (CS) die umstrittene Dakota Access Pipeline (DAPL) durch das Sioux-Indianerreservat in Standing Rock, North Dakota, mit 1,4 Milliarden Dollar. Die CS ist damit grösste Geldgeberin. Und auch die UBS mischt mit.

Präsident Donald Trump hat unterdessen per Dekret die Wiederaufnahme der Bauarbeiten beschlossen.

Inhalte:

CS und UBS sollen laut Greenpeace die Pipeline in North Dakota finanzieren

 



Trump, die Ölpipeline und die CS

Seit Anfang Februar sind die Arbeiten an der Ölpipeline wieder im Gang. Auf Trumps Beschluss hin.

Auch die CS solls möglich machen, indem sie mit 36.8% den Grossteil des 3,8 Milliarden Dollar teuren und 1900 km langen Pipeline-Baus finanziert. [Quelle]

 

CS-Milliarden in der DAPL-Pipeline:

Die DAPL-Ölpipeline gefährdet unmittelbar die Trinkwasserreserven in North Dakota und sie verletzt ausserdem die Gebietsrechte der indigenen Sioux.

Die Credit Suisse hat neusten Greenpeace-Recherchen zufolge offenbar fast 1,4 Milliarden US-Dollar in den Pipeline-Bau und daran beteiligte Unternehmen investiert.

FINANZIERUNG: Zwar seien CS und UBS nicht direkt im Pipeline-Banken-Konsortium vertreten. Beide Schweizer Banken hätten aber 340 Millionen Dollar in Unternehmen investiert, die beim Bau direkt mit von der Partie sind.

Ausserdem gewährte die CS laut Greenpeace der Energy Transfer Equity einen Kredit von 850 Millionen Dollar, der wiederum direkt in den DAPL-Bau geflossen sei.

Dies bestätige offenbar ein Bericht der amerikanischen Börsenaufsicht.

 

Grösste Geldgeberin:

Alle Kreditsummen zusammengezählt kommt die CS auf insgesamt 1,4 Milliarden US-Dollar. Damit ist die Schweizer Grossbank die grösste Investorin der North Dakota-Pipeline.

Greenpeace zufolge widerspreche die CS mit dieser Finanzierung den eigenen Richtlinien, da «die eigenen Geschäftsrichtlinien solche Beteiligungen eigentlich klar ausschliessen». Die Bank ihrerseits widerspricht dem «Tagesanzeiger» zufolge diesem Vorwurf: «Die Credit Suisse ist nicht an der Projektfinanzierung der Dakota-Access-Pipeline beteiligt. In diesem Zusammenhang erhobene Vorwürfe sind falsch und werden von der Bank entschieden zurückgewiesen.»

Weiterführende Informationen:

Credit Suisse ist Hauptgeldgeber von umstrittener US-Pipeline durch Sioux-Gebiet
(Greenpeace-Medienmitteilung)
So Viel Credit-Suisse-Geld steckt tatsächlich in der umstrittenen US-Ölpipeline
(Greenpeace)
CS lässt 1,4 Milliarden fliessen für Trumps umstrittene Pipeline
(Tagesanzeiger)

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(Last updated: 24.02.2017, 16:40 Uhr)