EU zwingt Griechenland, sein Wasser zu privatisieren

Die EU zwingt Griechenland, seine Wasser-Versorgung zu privatisieren. Den Einwohnern blühen bis zu +400% höhere Wasserpreise. Teile der griechischen Bevölkerung drohen den Zugang zu Wasser ganz zu verlieren. In Portugal mussten Einwohner nach der Privatisierung fast 20% ihres Einkommens für Wasser ausgeben.

Inhalte:

EU zwingt Griechenland zur Wasserprivatisierung

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Geheimoperationen und Erpressungen

Auf Druck der EU-Troika überführt das griechische Parlament die zwei grössten Wasserwerke des Landes in den von Gläubigern kontrollierten Superfond zur Privatisierung. Die EU drohte, sollte Griechenland der Wasserprivatisierung nicht zustimmen, werden die nächsten Kredite einfach nicht ausgezahlt. Das würde Griechenland definitiv das Genick brechen.

GEHEIMOPERATION WASSER
Wie die EU-Kommission Wasser zur Handelsware machen will [VIDEO]:

 

Kampf-Runde 2 ist gestartet:

Die EU macht mit allen Mitteln Druck. Dieses Mal soll es endlich klappen. Denn es ist der bereits zweite Anlauf zur feindlichen Übernahme von Griechenlands Wasserversorgung. Das erste EU-Privatisierungsvorhaben war 2014 noch grandios am Widerstand der Bevölkerung gescheitert.

Referendum: 213'508 Menschen in Thessaloniki unterzeichneten damals ein Referendum gegen die Übernahme der Wasserwerke. → Das sind 98,04%(!) aller abgegebenen Stimmen.

Privatisierung ist illegal: Es wirkte trotzdem nicht. Denn erst das griechische Oberste Gericht erklärte die Wasserprivatisierung für illegal - nach einer Klage. Das Urteil: Die Verfassung Griechenlands besage ausdrücklich, dass die Fürsorge des Staates den Gesundheitsschutz der Bürger bei einem so lebenswichtigen Gut wie Wasser garantiert.

Interessiert die EU aber nicht: Denn nun startet die EU-Troika den nächsten Angriff. Und erpresst sich den Weg zur Privatisierung auf gewohnte, bewährte Weise frei. Mit schwerwiegenden Folgen für die Bevölkerung.

 

Die Wasserpreis-Barone:

Das Vorgehen hat System. Auf diese Weise werden staatliche Grundversorgungen von privaten Käufern systematisch zu einem lächerlichen Spottpreis für kommerzielle Interessen unter den Nagel gerissen.

GEHEIM
TiSA-Abkommen Schweiz, EU, USA
Von den geheimen TiSA-Verhandlungen erfuhr die Öffentlichkeit erst durch eine Wikileaks-Enthüllung.

 

Rekordpreise bis +400%:

Die Wasserpreise dürften bald um ein Vielfaches in die Höhe schiessen. Dies offenbaren Wasserprivatisierungen in anderen Regionen der Welt. Auch hier in Europa.

In Städten Portugals und Spaniens sind die Wasserpreise nach der Privatisierung durch die EU-Institutionen teils um bis zu +400 Prozent gestiegen.

Jeden Monat 20% des Einkommens für Wasser ausgeben. Stellen Sie sich das mal ganz bewusst in der Schweiz vor, beim nächsten Wasserhahn laufen lassen.


Wasserprivatisierung gestartet!
Coca Cola, Nestle & Co. machen
Schweizer Wasser zu Gold!

 

Miserable Versorgung:

Die Beispiele in den europäischen Städten zeigen, dass bei Privatisierung nicht nur die Preise für den Endverbraucher massiv ansteigen, sondern leider auch die Wasserversorgung schlechter wird. Das sind reale Folgen von Wasserprivatisierungen wie z.B. in Frankreich, Portugal und Spanien.

 

Kein Zugang zu Wasser:

In Griechenland drohen durch die Privatisierung jedoch besonders prekäre Umstände. Steigende Preise bedeuten hier nämlich nichts anderes, als dass grosse Teile der Bevölkerung nur noch ungenügenden oder keinen Zugang zu Wasser haben werden. Und das nicht etwa weit weg im tiefsten Afrika. Nein. Hier. Mitten im ach so "fortschrittlichen" Europa.


Kriegsflüchtlinge JA?
Aber nicht 85% Wirtschaftsflüchtlinge?

So viele "Scheinflüchtlinge“ hat die Schweiz

 

Zitrone auspressen:

Wegen unvorstellbaren Einschnitten in die unmittelbare Existenzgewährleistung der griechischen Bürgerinnen und Bürger, herrscht zur Zeit zumindest noch eine soziale Preisstaffelung der Wasserpreise, welche die wirtschaftliche Lebenssituation der Einwohner ein klein wenig mit berücksichtigt. Doch auch diese droht nun endgültig zu kippen. Laut Campact haben sich die grossen Konzerne wie Suez und Veolia bereits darüber beklagt, dass der Wasserpreis zu niedrig sei - und üben entsprechenden Druck aus. Zugang zu Wasser soll kein Grundrecht mehr sein.

Folgen: Wer die Wasserpreise nicht zahlen kann, dem soll das Wasser abgestellt werden.

"Guerra del Agua" [video]
ALS DER REGEN PRIVATISIERT WURDE:

ALLE 2 MIO. AUSLÄNDER
nach Herkunft & Nationalität aufgeschlüsselt

 

Die EU-Wasserprivatisierung in Griechenland

Von der EU-Übernahme betroffen sind die beiden grossen griechischen Wasserwerke EYATH in Athen und EYDAP in Thessaloniki.

Das griechische Parlament hat dem Würgegriff der EU beigegeben. Doch in der Bevölkerung regt sich Widerstand. Und er wächst von Stunde zu Stunde.

„Die Versorgung mit Wasser ist ein Menschenrecht. Wasser ist ein öffentliches Gut und keine Handelsware.“

 

Die EU hat ein System:

Zwar hatte die EU auf Druck eines von rund 2 Millionen Menschen unterzeichneten Appells im Jahr 2013 versprochen, Wasser von den Privatisierungsplänen auszunehmen. Dies gilt aber nicht für die südlichen Länder. Ganz im Gegenteil hat die EU in diesen Ländern den Privatisierungsdruck auf Wasser massiv erhöht.

 

Friss-oder-Stirb!

Die Gelegenheit scheint optimal. Die EU-Troika sitzt am längsten Hebel. Die Friss-oder-Stirb-Methode hat sich bereits in der Vergangenheit bewährt und funktioniert auch jetzt bestens.

 

Widerstand und Petition:

Viele Menschen zeigen sich empört über das skrupellose Gebaren der Europäischen Union resp. der EU-Troika. Eine entsprechende Petition läuft bereits.

In der Petition heisst es:

Wir fordern von der EU-Kommission, ihr Versprechen einzuhalten und Wasser nicht zu privatisieren!
Wir fordern die EU-Kommission und die Deutsche Bundesregierung auf, in Griechenland nicht weiter im Interesse großer Konzerne und gegen den Willen der Menschen die Privatisierung des Wassers zu verlangen!
Wir fordern die Offenlegung und Veröffentlichung allen Schriftverkehrs sowie der Protokolle der mündlichen Verhandlungen zwischen der griechischen Regierung und den Institutionen, den Transfer von EYDAP und EYATH an den Superfonds betreffend.

Wer Interesse hat, kann die
Petition hier online unterzeichnen:

Petition gegen Wasserprivatisierung in Griechenland.

Weiterführende Informationen:
Wie die Troika in den Krisenländern
Wasser zu Geld macht

(Tagesspiegel)
Der Sprung ins kalte Wasser
(Tageszeitung)
→  Bottled Life
→  Campact

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(Last updated: 12.03.2017, 18:34 Uhr)