Soldaten der Schweizer Armee mit Hakenkreuz und Hitlergruss

Nazi-Schande auf dem Waffenplatz titeln der Blick und die Basellandschaftliche Zeitung: 6 Soldaten der Schweizer Armee strecken alle den rechten Arm zum Hitlergruss. Vor einem Hakenkreuz. Aufgenommen hat das Bild offenbar ein Gruppenführer. Die Militärpolizei hat nun Ermittlungen aufgenommen.

Hat die Armee ein Problem mit Rechtsradikalen?

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Hitlergruss und Hakenkreuz

In den schneebedeckten Boden haben sie ein grosses, sichtbares Hakenkreuz gezeichnet. Sechs Soldaten der Schweizer Armee. Stramm stehen sie da in Reih und Glied und strecken den rechten Arm zum Hitlergruss. Diese Soldaten verbreiten in Uniformen der Schweizer Armee nationalsozialistische Symbole.

 

Die Militärpolizei ermittelt:

Dem «SonntagsBlick» wurde dieses Bild offenbar letzten Freitag zugespielt. Entstanden sein soll es auf dem Waffenplatz in Wangen an der Aare (Kanton Bern). Auf diesem Berner Waffenplatz trainieren überwiegend Rettungstruppen. Unterdessen hat die Schweizer Militärpolizei laut eigenen Angaben Ermittlungen eingeleitet: «Je nachdem, was diese ergeben, kann zusätzlich auch die Militärjustiz in das Ermittlungsverfahren involviert werden», so Armeesprecher Christoph Brunner gegenüber «SonntagsBlick».

«Bei Hinweisen auf Extremismus jeglicher Couleur werden die bestehenden rechtlichen Grundlagen von der Armee sowie der Militärverwaltung konsequent angewendet.» Die Schweizer Armee toleriere keine Formen von Extremismus.

 

Viele Rechtsradikale in der Armee?

Leider ist der jüngste Vorfall nur einer in einer ganze Liste von Vorfällen.

Fakt ist: Allein 2015 gingen bei der Fachstelle Extremismus in der Armee (FS EX A) 34 Meldungen ein. Davon handeln ca. 60% von Rechtsextremismus.

In der Schweizer Armee sollen Dutzende militante Neonazis Dienst leisten - teils in Führungspositionen. Sie posieren im Netz in eindeutigen Haltungen und präsentieren ihre rechtsextremen Insignien (20 Minuten berichtete).

An einem Vortrag geriet beispielsweise ein Schweizer Oberstleutnant über den Nazi-Feldmarschall Erwin Rommel regelrecht ins Schwärmen. Während der Rekrutenschule in Isone (Kanton Tessin) grüssten sich 4 Grenadiere jeweils mit dem Hitlergruss. Und ein bekennender Neonazi zog seinen Fall bis vors Bundesgericht, damit die Armee ihm die Waffe nicht entziehen kann.

Weiterführende Informationen:
- Militärische Führungspositionen: Neonazis in der Schweizer Armee (Blick).
- Neonazi in die Armee? Ein Rechtsextremer klagt sich seinen Weg in die Schweizer Armee (
Tagesanzeiger).

Quellen: Sonntagsblick. Fachstelle Extremismus in der Armee (FS EX A).

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(Last updated: 22.01.2017, 13:34 Uhr)