Das Schweizer Bankgeheimnis ist tot - ab 2017!

Tschüss Bankgeheimnis: Ab 2017 fliessen in der Schweiz Angaben über Namen, Kontonummern, Kontostand, Zinserträge und mehr automatisch an Steuerbehörden.

Inhalte:

Das Schweizer Bankgeheimnis

 



Ausländische Bankkunden:

Der Schweizerischen Nationalbank (SNB) zufolge haben ausländische Kunden momentan über 3,2 Milliarden Franken auf Schweizer Bankkonten gebunkert. Doch Bankkunden aus dem Ausland können nicht länger auf das berüchtigte Bankgeheimnis vertrauen.

Mit der Einführung des globalen Standards für den automatischen Informationsaustausches (AIA) brechen neue Zeiten an.

Bisher haben sich dem AIA über 100 Länder angeschlossen. Dazu zählen nebst der Schweiz, Deutschland, Frankreich, Italien und Grossbritannien auch grosse internationale Finanzplätze wie Singapur und Hongkong. Auch die sogenannten Schwellenländer Russland, Brasilien und Südafrika haben sich ebenso zum AIA bekannt.

Was passiert? Die Banken liefern Kontoinhaber-Daten automatisch und bilateral an die Steuerbehörden ins Ausland. Dazu gehören beispielsweise Name, Kontonummer, Kontostand, Dividendenerträge und anderes mehr. Die Behörden können auf diese Weise dann leichter allfällige Steuersünder ausfindig machen. Die Schweiz wird ab dem 1. Januar 2017 erstmals Daten sammeln und diese im Jahr 2018 austauschen.

 

Schweizer Bankkunden:

"Das Bankgeheimnis ist tot, es lebe das Bankgeheimnis!" (siehe → Heroldsformel)

Vom AIA ausgenommen sind allerdings die inländischen Bankkunden. Für sie gilt nach wie vor der Schutz des Bankgeheimnisses.

2017 kommt es in der Schweiz sogar zur Abstimmung, ob das Bankgeheimnis fest in der Bundesverfassung verankert werden soll.

Die Schweizer Banken werden im Rahmen des automatischen Informationsaustausches (AIA) erstmals im Jahr 2018 Daten über ihre ausländische Kundschaft liefern.

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(Last updated: 01.01.2017, 18:14 Uhr)