Grösster Sozialabbau der Geschichte

Das Rentenalter in der Schweiz soll automatisch auf 67 Jahre steigen, die Renten der 2. Säule auf einen Schlag um -12% sinken. So will es die Nationalrats-Kommission SGK mit bürgerlicher Mehrheit auf Druck von Economiesuisse und Arbeitgeberverband. Die SP spricht von einem "Rentenmassaker".

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Dein Rentenalter: 67

Die bürgerliche Mehrheit der Sozialkommission im Nationalrat (SGK) möchte - auf Drängen von Economiesuisse und Arbeitgeberverband - das Rentenalter der Schweizerinnen und Schweizer auf 67 Jahre erhöhen können.

Das Rentenalter soll automatisch steigen, wenn die AHV in finanzielle Schieflage gerät.

Das Rentenalter soll aber nicht(!) wieder zurück sinken, wenn die AHV gut dasteht.

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Zuerst Frauen-Rentenalter erhöhen:

In einem ersten Schritt soll das Rentenalter der Frauen auf 65 Jahre angehoben werden. 0,6 Mehrwertsteuerprozente sollen für zusätzliche Stabilität der AHV sorgen. Sollte dies nicht ausreichen, kämen automatisch weitere Massnahmen zum Zug.

 

Automatisch bis 67 arbeiten:

Für den Fall, dass der AHV-Fonds unter 100 Prozent einer Jahresausgabe sinkt, soll der Bundesrat dem Parlament Korrekturmassnahmen unterbreiten müssen.

Fällt der AHV-Fonds trotz der in die Wege geleiteten Korrekturen unter 80 Prozent, soll das Rentenalter automatisch um bis zu 2 Jahre erhöht werden.

Die Mehrwertsteuer würde dann um 0,4 Prozent erhöht.

 

Todesurteil für Rentenreform:

Falls der nationalrätliche Kommisionsentscheid der SGK eine Mehrheit im bürgerlich-rechten Parlament findet, wäre das ein "Todesurteil" für die Reform der Altersvorsorge 2020. Die Partei von Bundesrat Alain Berset spricht denn auch in einer ersten Reaktion auf den Entscheid von einem "Rentenmassaker".

 

Grösster Sozialabbau der Geschichte

Die SGK habe die Altersreform 2020 in den grössten Sozialabbau der Geschichte des Schweizerischen Bundesstaates verwandelt. «Unter dem Strich resultieren ein Rentenabbau und eine Erhöhung des Rentenalters,» so die Sozialdemokratische Partei.

 

Renten der 2. Säule sinken -12%:

Grösster Sozialabbau der Schweizer GeschichteDer Rentenabbau geht noch weiter. Der Bundesrat wollte mit Kompensationsmassnahmen bei der zweiten Säule die Senkung des Umwandlungssatzes von 6,8% auf 6% ausgleichen. Sowohl die Nationalratskommission wie auch der Ständerat haben diesen Ausgleich aber abgelehnt.

Ohne diesen Ausgleich sinken die Renten der 2. Säule auf einen Schlag um -12%.

Da fragt man sich doch ernsthaft, wer solche bürgerliche und rechte Politiker ins Parlament rein wählt ...

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(Last updated: 24.11.2016, 06:17 Uhr)