Freihandelsabkommen TTIP ist tot

Die Wahl von Donald Trump hat bereits Folgen für das TTIP-Freihandelsabkommen.

 



Unmittelbar nach der Wahl von Donald Trump zum 45. Präsidenten der USA klang es noch anders: Die Handelskommissarin der EU, Cecilia Malmström, beschwichtigte, TTIP sei nicht tot. Auch habe sich Trump nie gegen TTIP ausgesprochen.

Nun, da der erste Schock verdaut scheint, wird das Freihandelsabkommen TTIP offiziell begraben. Der Präsident der EU-Kommission, Jean-Claude Juncker, hält dabei die Sargrede:

«Das Handelsabkommen mit den Vereinigten Staaten von Amerika, ich sehe das nicht als etwas, das in den nächsten zwei Jahren passieren würde.»

Ein klitzekleines Hintertürchen lässt Juncker zwar noch offen, doch tönt dies eher verzweifelt angesichts der Wahl Trumps: «Wir möchten wissen, welche bündnispolitischen Absichten Herr Trump hat. Wir müssen wissen, welche klimapolitischen Absichten er hat. Dies muss in den nächsten Monaten geklärt werden.» Schliesslich hätten die Vereinigten Staaten von Amerika ja auch ein Interesse an engen Wirtschaftsbeziehungen mit der Europäischen Union (EU). Eine Zusammenarbeit müsse aber auf Augenhöhe geschehen.

Allerdings steht der Freihandel nicht mehr zuoberst auf der Prioritätenliste der Amerikaner.

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(Last updated: 10.11.2016, 20:27 Uhr)