Rechtsextreme PNOS gründet 5 neue Sektionen in der CH

Die rechtsextreme Partei National orientierter Schweizer (PNOS) (Wikipedia) ist in der Schweiz auf dem Vormarsch! Sie traf sich in der Ostschweiz in Kaltbrunn, um die Gründung von 5 neuen Pnos-Sektionen zu feiern. Dafür engagierte sie den Sänger der rechtsextremen deutschen Band «Flak» (blick.ch), der für einen sogenannten Balladenabend sorgen sollte, in Deutschland aber in einen Neonazi-Prozess verwickelt ist (nzz.ch).

Das Parteiprogramm der PNOS basiert auf nationalistisch-völkisch-rechtsextremem Gedankengut. Die PNOS selbst nennt ihre politische Ausrichtung «eidgenössisch-sozialistisch». (Quelle)

Inhalte:

 

Das PNOS-Treffen

Im Party-Chalet (Bild) des Restaurant Löwen in Kaltbrunn (5000 Einwohner) zelebrierte die PNOS die Entstehung fünf neuer Sektionen in der Schweiz. Aussenstehende hatten keinen Zutritt zur Veranstaltung, die als privat deklariert und deren Eingang bewacht war.

Die PNOS wurde im Jahr 2001 vom Schweizer Bundesamt für Polizei (fedpol.ch) als rechtsextreme Organisation eingestuft (Bericht Innere Sicherheit der Schweiz).

PNOS (rechtsextreme Partei in der Schweiz)

Gekommen sind laut PNOS-Chef Lüthard rund 70 Personen. Die Personalien wurden beim Eintritt ins Gasthaus von der PNOS überprüft. Die Polizei war mit einem Grossaufgebot vor Ort. Schritt aber nicht ein.

Um 17 Uhr machten am Bahnhof Rapperswil-Jona rund siebzig Linksautonome eine unbewilligte Demonstration. Die Teilnehmer verlangten ein hartes Vorgehen gegen Rechtsradikale und skandierten «Schweizer Polizisten schützen die Faschisten!».

 

Der PNOS-Sicherheitsdienst «Ahnensturm»:

Zusätzlich bewachte der hauseigene Sicherheitsdienst «Ahnensturm» den privaten Anlass in der Ostschweiz.

Der PNOS-eigene Sicherheitsdienst «Ahnensturm» soll die Mitglieder «vor Linksradikalen und aufdringlichen Journalisten» schützen.

Ob er sich denn nicht von der Polizei geschützt fühle? Diese war nämlich auch in Kaltbrunn mit einem Grossaufgebot vor Ort. «Doch», sagte Lüthard, «aber mit unserem Sicherheitsdienst, der etwa 25 Mann zählt, sind wir auf gleicher Wellenlänge.» Ihnen läge es jedoch fern, «Kriegerlis» zu spielen. (nzz.ch)

Mehrmals kamen Mitglieder der PNOS in ihrer politischen Tätigkeit mit dem Gesetz in Konflikt.
 

PNOS auf dem Vormarsch:

«Die PNOS ist die einzige Partei in der Schweiz, der das Überleben des eigenen Volkes wichtiger ist als alles andere. Deshalb bekämpft sie die Überfremdung ...» (Auszug Webseite pnos.ch)

«Es sind eindeutig rechtsextreme Ziele. Es gibt mehrere Programmpunkte, die sich an das Programm der NSDAP (Partei Hitlers) anlehnen.» (Quelle)

Laut PNOS-Chef Dominic Lüthard hätten sie in den letzten Jahren vor allem in der Ostschweiz Zulauf erhalten.

In nur 18 Monaten sei die Mitgliederzahl von 300 auf 400 gestiegen.

«Wenn sie wirklich über 100 Mitglieder hätte, so wäre sie [...] die grösste rechtsextreme Organisation in der Schweiz seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Patriotische Front hatte einst rund 70 Mitglieder.» (Quelle)

 

Von der Partei zur "neuen Bewegung":

Die PNOS habe sich mittlerweile vom Parlamentsbetrieb verabschiedet.

Sie sehe sich nicht mehr als Partei, sondern eher als eine Bewegung.

Weiterführende Informationen:
Die rechtsextreme Partei National Orientierter Schweizer (PNOS) wurde im Jahr 2000 von den beiden Blood-&-Honour-Schweiz-Mitgliedern Jonas Gysin und Sacha Kunz ins Leben gerufen. [...] Nachdem es einige Zeit sehr ruhig um die PNOS geworden war, rief sie für 2014 ein Aktivismus-Jahr aus. Über die diversen Infoportale insbesondere im Kanton Bern wird versucht, neue Aktivisten für die PNOS zu rekrutieren und die Bevölkerung für ihre rassistischen Positionen zu gewinnen.
Die Hintergründe zur PNOS Schweiz (antifa.ch)

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(Last updated: 23.10.2016, 02:05 Uhr)