«Linke Lügenpresse!»

Sind die Schweizer Staatsmedien links?

«Linke Staatsmedien! Lügenpresse! Ausländerfreundlich gefälschte Statistiken! Desinformation! Propaganda!»

Das sind nur einige harmlosere Beispiele, die die Auffassung überraschend vieler rechtsnationaler und bürgerlicher Wählerinnen & Wähler widerspiegeln.

Allen voran gilt das «Schweizer Radio und Fernsehen» (SRF) in diesen Kreisen als stark links orientiert. Doch was ist da dran? Sind die SRG, das SRF und die Staatsmedien im Allgemeinen tatsächlich links?

Inhalte:

 



Sind die Schweizer Staatsmedien links?

Die Chefin aller staatlichen Medien in der Schweiz ist CVP-Bundesrätin Doris Leuthard.

Bundesrätin Leuthard ist Vorsteherin des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK). Dieser Punkt ist durchaus entscheidend, wie folgende Erläuterung und Auflistung zeigt.

«Linke Lügenpresse: SRG und SRF?» [VIDEO]:


Ganze «Arena» anschauen: Hier.

 

Die grosse Medien-Familie:

Die CVP ist zwar bezüglich Wähleranteil und Bundeshaus-Mandate stark geschrumpft; im Top-Kader der Service-public-Unternehmen um CVP-Infrastrukturministerin Doris Leuthard ist sie aber vertreten wie keine andere Partei.

«Nun ist der neue Präsident also gefunden. Dass auch Jean-Michel Cina, CVP-Nationalrat von 1999 bis 2005, CVP-Staatsrat von 2005 bis heute, zur grossen Familie der Christdemokraten gehört, prädestiniert ihn für das Amt des obersten SRG-Vertreters.»

Weiterführende Informationen:
Einer aus der Familie («Der Bund»)

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Das Vitamin C der CVP:

Spitzenjobs für Leuthards Parteikollegen. Erneut gehen Posten an Parteikollegen von Doris Leuthard – herrscht in ihrem Departement ein CVP-Filz?

«Ein Postengeschacher innerhalb einer Partei ist nicht ungewöhnlich. Gerade Bundesräte besetzen Spitzenpositionen gern parteipolitisch. Doch im Infrastruktur-Departement werden Parteikollegen Leuthards auffällig oft mit Posten versorgt

Weiterführende Informationen:
Das Vitamin C der CVP: Spitzenjobs für Leuthards Parteikollegen («Aargauer Zeitung»)

→ Siehe auch →
Kein Platz für Muslime
CVP: «Nur christliche Flüchtlinge!»

Asyl soll auf "Christen" beschränkt werden

 

Leuthard platziert CVP-Freund an SRG-Spitze:

«Cina war CVP-Nationalrat und Fraktionschef, als die Partei 2003 bei der Abwahl Ruth Metzlers den zweiten Bundesratssitz verlor. Nach dem Debakel wurde Doris Leuthard neue Parteipräsidentin; mit ihr arbeitete Cina eng zusammen, bis er im März 2005 in die Walliser Regierung gewählt wurde und das Parlament verliess.»

Weiterführende Informationen:
Leuthard will CVP-Freund an SRG-Spitze («Neue Zürcher Zeitung»)

 

SRG-Präsidium erneut an die CVP:

Mit der Personalie Jean-Michel Cina würde die CVP ihren Einfluss auf das öffentliche Radio und Fernsehen erhalten. Der derzeitige SRG-Präsident Viktor Baumeler, der spätestens Ende 2017 abtritt, sowie sein Vorgänger Raymond Loretan sind beide Christlichdemokraten. CVP-Bundesrätin Doris Leuthard, zuständig für den Rundfunk, hat mehrmals Parteikollegen zu einflussreichen Ämtern verholfen, schreibt die «NZZ am Sonntag» weiter.

«Mit dieser Personalie würde die CVP ihren Einfluss auf das öffentliche Radio und Fernsehen erhalten.»

Weiterführende Informationen:
Präsidium erneut an die CVP? («persoenlich.com»)

 

Statt Bundesrat wird Cina SRG-Präsident:

Nationalrat Jean-Michel Cina (CVP) wollte Bundesrat werden. Nun wird er Präsident der SRG.

Weiterführende Informationen:
Einer aus der Familie («Der Bund»)

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Bundesrat Lohn 2017:
So viel verdienen die 7 Bundesräte
plus Zulagen + Rente + weitere Leistungen

 

Das Bollwerk der SRG im Parlament:

Das Bollwerk der SRG im Parlament ist die CVP.

«Das Bollwerk der SRG im Parlament ist die CVP, was sich auch im Ja-Komitee für die RTVG-Revision spiegelt: 27 von 28 CVP-Parlamentsmitgliedern sitzen drin. Doch die CVP verliert seit Jahren Wahlen um Wahlen.»

Weiterführende Informationen:
Feuer im Dach der SRG: Die Billag-Abstimmung wird zur Zitterpartie («Schweiz am Sonntag»)

→ Siehe auch →
Parlamentarier Lohn 2017:
Nationalrat + Ständerat Schweiz

160'000.- CHF verdient ein Schweizer Ständerat
pro Jahr für 3 Monate(!) Session

 

Die SRG ist nicht "frei" in ihrem Handeln:

Tätigkeiten, Organisation und Finanzierung der SRG werden im Wesentlichen vom Bund vorgegeben und vom Bundesamt für Kommunikation (Bakom) beaufsichtigt. «Die SRG ist folglich in ihrem Handeln nicht «frei».»

Weiterführende Informationen:
Die SRG – unabhängig, schweizweit und im Dienst der Gesellschaft («SRG SSR Metro»)

 

Medien sind der SRG unterstellt:

Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG SSR) und ihre Unternehmenseinheiten SRF, RSI, RTR, RTS, und SWI: Das Unternehmen wird geführt von der Generaldirektion unter dem Vorsitz des Generaldirektors. Dieser sind die sogenannten Unternehmenseinheitenunterstellt. Es sind dies:

Zudem gehören zum Unternehmen folgende Tochtergesellschaften:

"SRG SSR" (Auszug aus «Wikiepdia»).

 

Medienkommission mit CVP-Exponenten besetzt:

Die Posten in der 15-köpfigen Eidgenössischen Medienkommission (EMEK) - eine vom Bundesrat eingesetzte Kommission - sind mit mehreren CVP-nahen Exponenten besetzt: Mitglieder der EMEK.

 

Das Machtnetz von Peter Wanner:

Das Machtnetz vom CVP-nahen Peter Wanner (AZ Medien & EMEK) u.a. zu CVP-Magistratin Doris Leuthard. Mit ihr sass Wanner bis zur Wahl in den Bundesrat im Verwaltungsrat der Neuen Aargauer Bank, die seit 1995 zur Credit Suisse gehört. Leuthard war es auch, die an der 175-Jahr-Jubiläumsfeier von Wanners AZ Medien als Festrednerin auftrat: → Siehe: "Machtnetz von Peter Wanner: Der Oberfunker" (Artikel von «BILANZ - Das Schweizer Wirtschaftsmagazin»).

«Mit dem Kauf von TeleZüri, TeleBärn und Radio 24 ist Peter Wanner, ­Medienunternehmer aus dem Aargau, in die nationale Verlegerliga aufgestiegen. [...] Wer zur Entourage des Verlegers gehört, trifft sich alljährlich zum «Aser»-Fest in Wanners Waldhütte bei Baden. Kürzlich, beim 49. Mal, waren wiederum 300 Leute aus Politik, Wirtschaft und Kultur versammelt. Am Verlegertisch sassen Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann, ABB-Schweiz-Chefin Jasmin Staiblin und ­Investor Giorgio Behr. Auch Rainer E. Gut, ehemaliger Credit-­Suisse-Chef, gehört zu den regelmässigen «Aser»-Besuchern, ebenso SP-Ständerätin Pascale Bruderer und CVP-Magistratin Doris Leuthard. Mit ihr sass Wanner bis zur Wahl in den Bundesrat im ­Verwaltungsrat der Neuen Aargauer Bank, die seit 1995 zur Credit ­Suisse gehört. Leuthard war es auch, die an der 175-Jahr-Jubiläumsfeier von Wanners AZ Medien als Festrednerin auftrat.»

Weiterführende Informationen:
Machtnetz von Peter Wanner: Der Oberfunker («BILANZ»)

«Let Banks go bankrupt!»
Banken-Rettung: Too big to fail?
Lasst sie Pleite gehen!

Jedes Jahr findet in elegantem Rahmen der Gönneranlass der CVP Aargau statt. Im November 2013 war Peter Wanner, Verleger der AZ Gruppe, Hauptreferent.

Weiterführende Informationen:
Auf ein erfolgreiches neus Jahr mit der CVP! («PiZ - Politik im Zentrum»)

 

Unabhängige Beschwerdeinstanz ist fest in CVP-Hand:

Der Bundesrat hat den Bündner Rechtsanwalt und CVP-Grossrat Vincent Augustin zum Präsidenten der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI) gewählt.

«Der Bundesrat hat den Bündner Rechtsanwalt Vincent Augustin zum Präsidenten der unabhängigen Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI) gewählt – auf Antrag von Medienministerin Doris Leuthard. «Erstmals tritt ein Rätoromane an die Spitze dieser Behörde», frohlockt der Bund in einer Mitteilung. Was darin mit keinem Wort erwähnt wird: Augustin ist nicht nur Rätoromane, sondern auch ein Parteikollege Leuthards. Während Jahren politisierte der 59-Jährige für die CVP im Bündner Grossrat.»

Weiterführende Informationen:
Das Vitamin C der CVP: Spitzenjobs für Leuthards Parteikollegen («Aargauer Zeitung»)

→ Siehe auch →
MANDATE-FILZ im Parlament:
246 Parlamentarier haben 1264 Mandate!

 

BAKOM dem UVEK unterstellt:

Das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) befasst sich mit Telekommunikations-, Rundfunk- und Postfragen. Auf diesen Gebieten nimmt das BAKOM hoheitliche und regulatorische Aufgaben wahr. Das Amt bereitet die Entscheide des Bundesrates, des Eidgenössischen Departementes für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) und der Eidgenössischen Kommunikationskommission (ComCom) vor. Auch auf internationaler Ebene ist das BAKOM tätig: → Siehe: Startseite BAKOM.

Täglich hören wir Radio, greifen zum Telefon, schreiben E-Mails, surfen im Internet und unterhalten uns am Fernsehen. Damit wir all diese Dienste nutzen können, braucht es eine stabile Kommunikationsinfrastruktur. Das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) hat die Aufgabe, sie zu ermöglichen, zu konzessionieren und zu beaufsichtigen: → Siehe: Bundesamt für Kommunkation (Beschreibung des UVEK).

 

SRF und die unerträgliche Nähe zur Wirtschaft:

Dem Schweizer Fernsehen und Radio fehlt die kritische Distanz zur Wirtschaft: SRF am SEF.

«SRF hatte eine Medienpartnerschaft mit dem Swiss Economic Forum (SEF); die SRF-Moderatoren Fischlin, Maier und Hasler traten als Moderatoren des Forums auf; SRF 1 und SRF Info berichteten stundenlang live aus Interlaken, inklusive Schleichwerbung für die sieben Hauptsponsoren UBS, swisscom, pwc, IBM, BKW, Amag und Allianz. Und SRG-Generaldirektor Roger de Weck sass und sitzt tatsächlich im Advisory Board des SEF.»

Weiterführende Informationen:
Die unerträgliche Nähe zur Wirtschaft («Infosperber»)

→ Auch interessant →
Nationalbank Schweiz:
Die 8. grösste Investorin weltweit

Die Schweizer Nationalbank verfügt z.B. über mehr Facebook-Anteile als Gründer Mark Zuckerberg.

 

Die CVP ist alles andere als links!


Nun zum immerwährenden, jedoch völlig frei aus der Luft gegriffenen Vorurteil, die CVP sei fast schon eine linke Partei und gehe bei parlamentarischen Beschlüssen Hand in Hand mit der Sozialdemokratischen Partei (SP). Dies ist nachweislich nicht der Fall.

Die CVP ist sehr konservativ, eine Mittepartei mit rechter Tendenz - und in vielen Themen deckungsgleich mit der nationalistischen Schweizerischen Volkspartei (SVP).

→ Auch interessant →
So viele Einbürgerungen hat die Schweiz!
Echte Schweizer vs. "Papierlischweizer"

 

Parteienprofil: CVP vs. SVP:

CVP & SVP-Parteienprofil im Vergleich

 

Parteienprofil: CVP vs. SP:

CVP & SP-Parteienprofil im Vergleich

 

Auszug aus Smartvote.ch - Parteienporträts.

→ Siehe auch →
STARTSCHUSS SCHWEIZ:
Die Wasserprivatisierung ist gestartet!

Coca Cola, Nestle & Co. machen
Schweizer Wasser zu Gold!

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(Last updated: 02.03.2017, 00:19 Uhr)