RESULTAT Durchsetzungsinitiative Abstimmung - Ergebnisse


 

RESULTATE zur Durchsetzungsinitiative Abstimmung vom 28. Februar 2016.

DSI-Abstimmung: Ergebnisse, Prognose und Hochrechnung Schweiz: Hier gibts die Resultate (siehe unten).

 



Inhalte:

 

Ergebnisse + Resultate zur Durchsetzungsinitiative


Abstimmung zur Durchsetzungsinitiative (DSI). Resultate Bevölkerung und Kantone:

RESULTATE und KANTONE:

  1. Kanton Aargau (AG)

    Ergebnis DSI Abstimmung:
    KANTON AARGAU (AG)


    JA-Stimmen: 44.31%
    NEIN-Stimmen: 55.69%

    Resultat:
    NEIN

    NEWS: Das Verdikt der Aargauer gestaltet sich klar: Nein zur Durchsetzungsinitiative.

    ABGELEHNT

  2. Kanton Appenzell Ausserrhoden (AR)

    Ergebnis DSI Abstimmung:
    KANTON APPENZELL AUSSERRHODEN (AR)


    JA-Stimmen: 44.69%
    NEIN-Stimmen: 55.31%

    Resultat:
    NEIN

    NEWS: Der Ausserrhodner Kanton scheint der vernünftigere der beiden Appenzeller Halbkantone zu sein. Hier resultierte ein wuchtiges Nein.

    ABGELEHNT

  3. Kanton Appenzell Innerrhoden (AI)

    Ergebnis DSI Abstimmung:
    KANTON APPENZELL INNERRHODEN (AI)


    JA-Stimmen: 54.28%
    NEIN-Stimmen: 45.72%

    Resultat:
    JA
    NEWS: Die Innerrhodner Bevölkerung ist traditionell erz-konservativ und stimmte auch entsprechend mit Ja bei der Abstimmung zur SVP-Durchsetzungsinitiative.

    ANGENOMMEN

  4. Kanton Basel-Landschaft (BL)

    Ergebnis DSI Abstimmung:
    KANTON BASEL-LANDSCHAFT (BL)


    JA-Stimmen: 40.18%
    NEIN-Stimmen: 59.82%

    Resultat:
    NEIN

    NEWS: Im Baselbiet sagen laut ersten Prognosen selbst kleine, konservative Gemeinden Nein zur DSI.

    ABGELEHNT

  5. Kanton Basel-Stadt (BS)

    Ergebnis DSI Abstimmung:
    KANTON BASEL-STADT (BS)


    JA-Stimmen: 29.83%
    NEIN-Stimmen: 70.17%

    Resultat:
    NEIN

    NEWS: In Basel-Stadt sind die brieflich Stimmenden ausgezählt - und das Resultat ist überdeutlich: 69 Prozent Nein, 31 Prozent Ja.

    ABGELEHNT

  6. Kanton Bern (BE)

    Ergebnis DSI Abstimmung:
    KANTON BERN (BE)


    JA-Stimmen: 40.14%
    NEIN-Stimmen: 59.86%

    Resultat:
    NEIN

    NEWS: Die Stimmberechtigten im Kanton mit der Schweizer Bundesstadt lehnte die Durchsetzungsinitiative ohne wenn und aber ab.

  7. Kanton Freiburg (FR)

    Ergebnis DSI Abstimmung:
    KANTON FREIBURG (FR)


    JA-Stimmen: 40.93%
    NEIN-Stimmen: 59.07%

    Resultat:
    NEIN
     
    NEWS: Die Fribourger Bevölkerung lässt der Durchsetzungsinitiative nicht den Hauch einer Chance.

    ABGELEHNT

  8. Kanton Genf (GE)

    Ergebnis DSI Abstimmung:
    KANTON GENF (GE)


    JA-Stimmen: 35.46%
    NEIN-Stimmen: 64.54%

    Resultat:
    NEIN

    NEWS: In Genf betrug der Nein-Stimmenanteil nach der Auszählung der brieflich abgegebenen Stimmen 63,7 Prozent.

    ABGELEHNT

  9. Kanton Glarus (GL)

    Ergebnis DSI Abstimmung:
    KANTON GLARUS (GL)


    JA-Stimmen: 48.7%
    NEIN-Stimmen: 51.3%

    Resultat:
    NEIN

    ABGELEHNT

  10. Kanton Graubünden (GR)

    Ergebnis DSI Abstimmung:
    KANTON GRAUBÜNDEN (GR)


    JA-Stimmen: 41.85%
    NEIN-Stimmen: 58.16%%

    Resultat:
    NEIN

    NEWS: Deutliches Nein der Bündner Bevölkerung zur Durchsetzungsintiative.

    ABGELEHNT

  11. Kanton Jura (JU)

    Ergebnis DSI Abstimmung:
    KANTON JURA (JU)


    JA-Stimmen: 39.67%
    NEIN-Stimmen: 60.33%

    Resultat:
    NEIN

    NEWS: Auf die Jurassier ist stets Verlass. Die Stimmberechtigten verwarfen die SVP-Durchsetzungsinitiative wuchtig.

    ABGELEHNT

  12. Kanton Luzern (LU)

    Ergebnis DSI Abstimmung:
    KANTON LUZERN (LU)


    JA-Stimmen: 43.74%
    NEIN-Stimmen: 67.97%

    Resultat:
    NEIN

    NEWS: Im Kanton Luzern haben die Stimmbürger bei der Abstimmung auf Nein entschieden.

    ABGELEHNT

  13. Kanton Neuenburg (NE)

    Ergebnis DSI Abstimmung:
    KANTON NEUENBURG (NE)


    JA-Stimmen: 34.7%
    NEIN-Stimmen: 65.3%

    Resultat:
    NEIN

    ABGELEHNT

  14. Kanton Nidwalden (NI)

    Ergebnis DSI Abstimmung:
    KANTON NIDWALDEN (NI)


    JA-Stimmen: 50.65%
    NEIN-Stimmen: 49.35%

    Resultat:
    JA

    NEWS: Die SVP-Hochburg stimmt knapp mit Ja zur Volksinitiative.

    ANGENOMMEN

  15. Kanton Obwalden (OW)

    Ergebnis DSI Abstimmung:
    KANTON OBWALDEN (OW)


    JA-Stimmen: 52.54%
    NEIN-Stimmen: 47.46%

    Resultat:
    JA

    NEWS: Innerschweizer Kantone stimmen in der Regel für SVP-Initiativen. So auch bei der Durchsetzungsinitiative.

    ANGENOMMEN

  16. Kanton Schaffhausen (SH)

    Ergebnis DSI Abstimmung:
    KANTON SCHAFFHAUSEN (SH)


    JA-Stimmen: 45.09%
    NEIN-Stimmen: 54.91%

    Resultat:
    NEIN

    NEWS: Nach anfänglicher Mehrheit des Ja-Lagers in den ersten Hochrechnugnen und Prognosen, kehrte die Stimmung dann deutlich auf eine Abfuhr zur Durchsetzungsinitiative.

    ABGELEHNT

  17. Kanton Schwyz (SZ)

    Ergebnis DSI Abstimmung:
    KANTON SCHWYZ (SZ)


    JA-Stimmen: 53.92%
    NEIN-Stimmen: 46.08%

    Resultat:
    JA

    NEWS: Wenig überraschend resultierte bei der Abstimmung im Kanton Schwyz ein Ja zur Durchsetzungsinitiative.

    ANGENOMMEN

  18. Kanton Solothurn (SO)

    Ergebnis DSI Abstimmung:
    KANTON SOLOTHURN (SO)


    JA-Stimmen: 43%
    NEIN-Stimmen: 57%

    Resultat:
    NEIN

    NEWS: Klares Nein zur Abstimmung im Kanton Solothurn.

    ABGELEHNT

  19. Kanton St. Gallen (SG)

    Ergebnis DSI Abstimmung:
    KANTON ST. GALLEN (SG)


    JA-Stimmen: 45.9%
    NEIN-Stimmen: 54.1%

    Resultat:
    NEIN

    NEWS: Die St. Galler Bevölkerung lehnt die Durchsetzungsinitiative bei der Abstimmung deutlich ab.

    ABGELEHNT

  20. Kanton Tessin (TI)

    Ergebnis DSI Abstimmung:
    KANTON TESSIN (TI)


    JA-Stimmen: 60%
    NEIN-Stimmen: 40%

    Resultat:
    JA

    NEWS: Im Tessin zeichnet sich das erste Ja zur Durchsetzungsinitiative ab. Nach Auszählung von 64 der 135 Tessiner Gemeinden sprachen sich rund 60 Prozent für das Volksbegehren der SVP aus.

    ANGENOMMEN

  21. Kanton Thurgau (TG)

    Ergebnis DSI Abstimmung:
    KANTON THURGAU (TG)


    JA-Stimmen: 47.15%
    NEIN-Stimmen: 52.85%

    Resultat:
    NEIN

    NEWS: Sogar der Kanton Thurgau lehnte die Durchsetzungsinitiative relativ deutlich ab.

    ABGELEHNT

  22. Kanton Uri (UR)

    Ergebnis DSI Abstimmung:
    KANTON URI (UR)


    JA-Stimmen: 51.57%
    NEIN-Stimmen: 48.43%

    Resultat:
    JA

    NEWS: Der Tradition der erz-konservativen Innerschweizer Kanton folgend resultierte bei der Abstimmung im Kanton Uri ein Ja.

    ANGENOMMEN

  23. Kanton Waadt (VD)

    Ergebnis DSI Abstimmung:
    KANTON WAADT (VD)


    JA-Stimmen: 33.41%
    NEIN-Stimmen: 66.59%

    Resultat:
    NEIN

    NEWS: SVP-Initiative haben es im aufgeklärten Kanton Waadt per se schwer. So auch dieses Mal. 62% Nein Stimmen sprechen eine deutliche Sprache.

    ABGELEHNT

  24. Kanton Wallis (VS)

    Ergebnis DSI Abstimmung:
    KANTON WALLIS (VS)


    JA-Stimmen: 45.01%
    NEIN-Stimmen: 54.99%

    Resultat:
    NEIN

    NEWS: Auch die Walliser konnten sich nicht mit der Durchsetzungsinitative identifizieren und stimmten bei der Abstimmung mit Nein.

    ABGELEHNT

  25. Kanton Zug (ZG)

    Ergebnis DSI Abstimmung:
    KANTON ZUG (ZG)


    JA-Stimmen: 42.63%
    NEIN-Stimmen: 57.37%

    Resultat:
    NEIN

    NEWS: Der Kanton Zug möchte keine SVP-Durchsetzungsinitiative annehmen. Daher: Nein.

    ABGELEHNT

  26. Kanton Zürich (ZG)

    Ergebnis DSI Abstimmung:
    KANTON ZÜRICH (ZH)


    JA-Stimmen: 42.45%
    NEIN-Stimmen: 57.55%

    Resultat:
    NEIN

    NEWS: Nur 42.45 Prozent sagen im Kanton Zürich Ja zur Durchsetzungsinitiative der SVP.

    ABGELEHNT

(ERGEBNISSE WERDEN FORTLAUFEND AKTUALISIERT)

 

Alles zur Durchsetzungsinitiative (Text)


Eidgenössische Volksinitiative: Zur Durchsetzung der Ausschaffung krimineller Ausländer (Durchsetzungsinitiative).

Die Übergangsbestimmungen der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 19991 werden wie folgt geändert:

Art. 197 Ziff. 9 (neu)

9. Direkt anwendbare Übergangsbestimmung zu Art. 121 (Aufenthalt und Niederlassung von Ausländerinnen und Ausländern)

1 Zur Durchsetzung der Ausschaffung krimineller Ausländerinnen und Ausländer gelten die nachfolgenden Bestimmungen:

I. Landesverweisung

1. Das Gericht oder die Staatsanwaltschaft verweist Ausländerinnen und Ausländer, die wegen einer der folgenden strafbaren Handlungen verurteilt werden, unabhängig von der Höhe der Strafe aus dem Gebiet der Schweiz:

a. vorsätzliche Tötung (Art. 111 des Strafgesetzbuchs, StGB2), Mord (Art. 112 StGB), Totschlag (Art. 113 StGB);

b. schwere Körperverletzung (Art. 122 StGB), Gefährdung des Lebens (Art. 129 StGB);

c. Einbruchsdelikt durch kumulative Erfüllung der Straftatbestände des Diebstahls (Art. 139 StGB), der Sachbeschädigung (Art. 144 StGB) und des Hausfriedensbruchs (Art. 186 StGB);

d. qualifizierter Diebstahl (Art. 139 Ziff. 2 und 3 StGB), Raub (Art. 140 StGB), gewerbsmässiger Betrug (Art. 146 Abs. 2 StGB), qualifizierte Erpressung (Art. 156 Ziff. 2, 3 und 4 StGB), gewerbsmässige Hehlerei (Art. 160 Ziff. 2 StGB);

e. Betrug (Art. 146 StGB) im Bereich der Sozialhilfe und der Sozialversicherungen sowie Sozialmissbrauch (Ziff. V.1);

f. Menschenhandel (Art. 182 StGB), qualifizierte Freiheitsberaubung und Entführung (Art. 184 StGB), Geiselnahme (Art. 185 StGB);

g. sexuelle Nötigung (Art. 189 StGB), Vergewaltigung (Art. 190 StGB), Schändung (Art. 191 StGB), Förderung der Prostitution (Art. 195 StGB);

h. Völkermord (Art. 264 StGB), Verbrechen gegen die Menschlichkeit (Art. 264a StGB), Kriegsverbrechen (Art. 264b–264j StGB);

i. Widerhandlung gegen Artikel 19 Absatz 2 oder 20 Absatz 2 des Betäubungsmittelgesetzes vom 3. Oktober 19513 (BetmG).

2. Das Gericht oder die Staatsanwaltschaft verweist Ausländerinnen und Ausländer, die wegen einer der folgenden strafbaren Handlungen verurteilt werden, aus dem Gebiet der Schweiz, wenn sie innerhalb der letzten zehn Jahre seit dem Entscheid bereits rechtskräftig zu einer Freiheits- oder Geldstrafe verurteilt worden sind:

a. einfache Körperverletzung (Art. 123 StGB), Aussetzung (Art. 127 StGB), Raufhandel (Art. 133 StGB), Angriff (Art. 134 StGB);

b. Hausfriedensbruch (Art. 186 StGB) in Verbindung mit Sachbeschädigung (Art. 144 StGB) oder Diebstahl (Art. 139 Ziff. 1 StGB);

c. qualifizierte Veruntreuung (Art. 138 Ziff. 2 StGB), gewerbsmässiger betrügerischer Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage (Art. 147 Abs. 2 StGB), gewerbsmässiger Check- und Kreditkartenmissbrauch (Art. 148 Abs. 2 StGB), gewerbsmässiger Wucher (Art. 157 Ziff. 2 StGB);

d. Freiheitsberaubung und Entführung (Art. 183 StGB);

e. sexuelle Handlungen mit Kindern (Art. 187 Ziff. 1 StGB), sexuelle Handlungen mit Abhängigen (Art. 188 Ziff. 1 StGB), sexuelle Handlungen mit Anstaltspfleglingen, Gefangenen, Beschuldigten (Art. 192 StGB), Ausnützung der Notlage (Art. 193 StGB), Pornografie (Art. 197 Ziff. 3 StGB);

f. Brandstiftung (Art. 221 Abs. 1 und 2 StGB), vorsätzliche Verursachung einer Explosion (Art. 223 Ziff. 1 StGB), Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht (Art. 224 StGB), Herstellen, Verbergen, Weiterschaffen von Sprengstoffen und giftigen Gasen (Art. 226 StGB);

g. Geldfälschung (Art. 240 Abs. 1 StGB), Geldverfälschung (Art. 241 Abs. 1 StGB);

h. öffentliche Aufforderung zu Verbrechen oder zur Gewalttätigkeit (Art. 259 StGB), Beteiligung an oder Unterstützung einer kriminellen Organisation (Art. 260ter StGB), Gefährdung der öffentlichen Sicherheit mit Waffen (Art. 260quater StGB), Finanzierung des Terrorismus (Art. 260quinquies StGB);

i. Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte (Art. 285 StGB), Verweisungsbruch (Art. 291 StGB);

j. falsche Anschuldigung (Art. 303 Ziff. 1 StGB), qualifizierte Geldwäscherei (Art. 305bis Ziff. 2 StGB), falsches Zeugnis, falsches Gutachten, falsche Übersetzung (Art. 307 Abs. 1 und 2 StGB);

k. vorsätzliche Widerhandlung gegen Artikel 115 Absätze 1 und 2, 116 Absatz 3 oder 118 Absatz 3 des Ausländergesetzes vom 16. Dezember 20054;

l. Widerhandlung gegen Artikel 19 Absatz 1 oder 20 Absatz 1 BetmG.

3. Wurde innerhalb der letzten zehn Jahre ein Strafverfahren eröffnet, das im Zeitpunkt des Entscheids gemäss Ziffer 2 noch nicht abgeschlossen ist, so wird die Landesverweisung ausgesprochen, sobald die betroffene Person rechtskräftig zu einer Freiheits- oder Geldstrafe verurteilt worden ist.

4. Von einer Landesverweisung kann abgesehen werden, wenn die Tat in entschuldbarer Notwehr (Art. 16 StGB) oder in entschuldbarem Notstand (Art. 18 StGB) begangen wird.

5. Die Person, gegen die rechtskräftig eine Landesverweisung ausgesprochen wurde, verliert, unabhängig von ihrem ausländerrechtlichen Status, das Aufenthaltsrecht sowie alle Rechtsansprüche auf Aufenthalt in der Schweiz und Wiedereinreise in die Schweiz.

II. Ausreisefrist und Einreiseverbot

1. Mit Aussprache einer Landesverweisung setzt das Gericht oder die Staatsanwaltschaft der betreffenden Person eine Ausreisefrist und belegt sie gleichzeitig für die Dauer von 5 bis 15 Jahren mit einem Einreiseverbot.

2. Bei einer Verurteilung nach Ziffer I.1 ist die Dauer des Einreiseverbots auf mindestens 10 Jahre anzusetzen.

3. Im Wiederholungsfall beträgt die Dauer des Einreiseverbots 20 Jahre.

III. Vollzug

1. Die Landesverweisung ist durch die zuständige kantonale Behörde im Anschluss an die rechtskräftige Verurteilung beziehungsweise nach Verbüssung der Strafe unverzüglich zu vollziehen.

2. Die Landesverweisung kann nur vorübergehend aufgeschoben werden, wenn zwingende Gründe nach Artikel 25 Absätze 2 und 3 der Bundesverfassung entgegenstehen.

3. Bei ihrem Entscheid hat die zuständige kantonale Behörde von der Vermutung auszugehen, dass die Ausweisung in einen Staat, den der Bundesrat nach Artikel 6a Absatz 2 des Asylgesetzes vom 26. Juni 19985 als sicher bezeichnet, nicht gegen Artikel 25 Absätze 2 und 3 der Bundesverfassung verstösst.

4. Werden Gründe nach Artikel 25 Absätze 2 und 3 der Bundesverfassung geltend gemacht, so entscheidet die zuständige kantonale Behörde innerhalb von 30 Tagen. Der Entscheid kann an das zuständige kantonale Gericht weitergezogen werden. Dieses entscheidet innerhalb von 30 Tagen nach Eingang des Rechtsmittels; der Entscheid ist endgültig.

IV. Verhältnis zum Völkerrecht

Die Bestimmungen über die Landesverweisung und deren Vollzugsmodalitäten gehen dem nicht zwingenden Völkerrecht vor.6

V. Sozialmissbrauch

1. Wer für sich oder andere durch unwahre oder unvollständige Angaben, durch Verschweigen wesentlicher Tatsachen oder in anderer Weise Leistungen der Sozialhilfe oder einer Sozialversicherung unrechtmässig erwirkt oder zu erwirken versucht, wird, sofern die Tat nicht nach einer anderen Bestimmung mit höherer Strafe bedroht ist, mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft.

2. In leichten Fällen kann auf Busse erkannt werden.

2 Absatz 1 ist direkt anwendbar.

________________________

1 SR 101

2 SR 311.0

3 SR 812.121

4 SR 142.20

5 SR 142.31

6 Die Volksinitiative vom 28. Dezember 2012 "Zur Durchsetzung der Ausschaffung krimineller Ausländer (Durchsetzungsinitiative)" (BBl 2012 7371) wurde von der Bundesversammlung als teilweise gültig erklärt. Der vorgeschlagene Artikel 197 Ziffer 9 Absatz 1 Ziffer IV zweiter Satz der Bundesverfassung ist ungültig und wird nicht zur Abstimmung unterbreitet. Der Satz lautet wie folgt: "Als zwingendes Völkerrecht gelten ausschliesslich das Verbot der Folter, des Völkermord, des Angriffskrieges, der Sklaverei sowie das Verbot der Rückschiebung in einen Staat, in dem Tod und Folter drohen" (BBl 2015 2701).


EIDGENÖSSISCHE ABSTIMMUNG ZUR SVP-DURCHSETZUNGSINITIATIVE VOM 28.02.2016.

Vielleicht interessiert Dich auch:

Jetzt kommentieren?
Teile uns hier Deine Meinung mit ...

→ → → DEINE STIMME ZÄHLT! ← ← ←

 

Lokal. Regional. National. CH - www.ConvivaPlus.ch  Autor: Schweiz - Redaktion
Die Schweiz kompakt - ConvivaPlus.ch
Lokales, regionales und nationales Wissen.

(Last updated: 28.02.2016, 22:21 Uhr)