SBB-Preise 2016 steigen um +3%

Die SBB-Preise 2016 steigen um 3% oder mehr - pünktlich zum neuen Fahrplanwechsel auf Ende Dezember 2016.

Früheres Zitat SBB-Chef: Eine Preiserhöhung Ende 2016 soll "wenn immer möglich" vermieden werden (CEO Andreas Meyer).

Jetzt werden die treuen SBB-Kunden aber einmal mehr eines Besseren belehrt.

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Die Ankündigung

«Wir gehen Ende 2016 von einer moderaten Preiserhöhung aus.»

So tönt es heute - entgegen aller Beteuerungen im Vorfeld. Bislang wurde nimmermüde betont, es folgen bis auf Weiteres keine spürbaren Tariferhöhungen.

 

Die Realität

Unter einem "moderaten Preisanstieg" wird folgendes verstanden: «Aus heutiger Sicht werden die Preise um rund 3 Prozent steigen», so Ueli Stückelberger, Direktor des Verbandes öffentlicher Verkehr (VöV). Der Verband, der die Tarife im öffentlichen Verkehr festlegt.

 

Die Preis-Falle

Zwar sei noch kein definitiver Entscheid getroffen, versucht Stöckelberger die Kunden zu beruhigen.

Das heisst aber nur, dass die Preiserhöhung auch höher ausfallen könnte.

 

Einsicht und wieder relativieren!

Kürzlich schien der SBB-Leitung ein Licht aufgegangen zu sein, als CEO Meyer schlussfolgerte, dass ständige Preiserhöhungen den öffentlichen Verkehr zunehmend unattraktiv machen könnten. Auch Direktor Stückelberger teilt die Bedenken des SBB-Chefs.

Trotzdem relativiert er umgehend: «Doch daraus kann leider nicht der Schluss gezogen werden, eine Tarifmassnahme im Dezember 2016 werde nicht notwendig.»

 

Kantone für eine Preiserhöhung

Grundsätzlich könne es nicht sein, «dass mangels Tariferhöhungen einzig die Steuerzahlenden höhere ÖV-Kosten übernehmen", so Matthias Michel, Zuger Regierungsrat und Präsident der kantonalen Verkehrsdirektoren.

«Die Kantone halten daran fest, dass die Transportunternehmen, die öffentliche Hand, aber eben auch die Reisenden sich an den Mehrkosten des Angebotsausbaus solidarisch beteiligen müssen».

 

Das Fazit

Der Preisaufschlag bleibt also am Endkunden der SBB hängen.

Das Problem ist nicht die SBB, sondern politisch gemacht. Die Frage ist, ob die Rechnung der Politiker langfristig aufgeht. Oder ob irgendwann die Quittung folgt.

Lokal. Regional. National. CH - www.ConvivaPlus.ch  Autor: Schweiz - Redaktion
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(Last updated: 11.02.2016, 15:44 Uhr)