Cargo-Metro sous terrain - Unterirdisch durch die Schweiz!

Geprüft Conviva-Plus.ch

Cargo Sous Terrain: Ein unterirdischer Güterbahn-Transport durch die Schweiz - Der Cargo-Metro-Tunnel für den automatischen Güterverkehr.

Geplant von SBB Cargo, Post, Swisscom, Migros, Coop, Stadt Zürich, Kanton Bern und vielen mehr. Alle Informationen zur Gütermetro hier in der Übersicht.

Inhalt:

 

Cargo Sous Terrain - Schweiz


Dank der neuen Gütermetro soll der Schweizer Güterverkehr zum grössten Teil unter die Erde verlagert und die grossen Städte sowie Logistikzentren miteinander verbunden werden.

Cargo Sous Terrain Metro - unterirdisch durch die Schweiz

 

Autobahn-Verkehr

Weniger Lastwagen: Die Autobahnen und Schienen über der Erde würden durch das vollautomatische Gütertransportsystem deutlich entlastet. Nach der Eröffnung der ersten Etappe sollen bereits 20% weniger Lastwagen auf Schweizer Autobahnen unterwegs sein.

Bei Fertigstellung des gesamten Metro-Netzes prognostizieren die Betreiber eine Reduktion des Lastwagenverkehrs um 40%.

Die Folge wäre also eine Staureduktion im Strassenverkehr, eine Reduktion der Lärmbelastung und eine Entlastung der Umwelt mittels Senkung der CO2-Emissionen.

 

24-Stunden jeden Tag

Auch würde so das Nachtfahrverbot umgangen, da ausschliesslich Güter, aber keine Menschen transportiert werden. Es käme zum vollautomatisierten 24-Stunden-Betrieb während 7 Tagen in der Woche.

 

Wer baut?

Hinter dem Bauprojekt stehen namhafte und renommierte Schweizer Konzerne wie die SBB Cargo, die Schweizerische Post, Telekomriese Swisscom, die Detailhandelsriesen Migros, Denner und Coop, Manor, der Energiekonzern BKW sowie der Versicherungsriese Mobiliar. Aber auch die Stadt Zürich und der Kanton Bern sind bereits an Bord.

 

Machbarkeitsstudie

Die Cargo-Metro ist bereits über das Stadium einer reinen Vision hinaus. Es existiert eine Machbarkeitsstudie, die den Bau einer Gütermetro durch die Schweiz für technisch realisierbar hält - und für wirtschaftlich rentabel.

Laut Studie und der Ingenieurfirma CSD zufolge wäre der unterirdische Metro-Tunnel bereits vier Jahre nach dem Start der Metro für die Betreiber gewinnbringend.

 

Finanzierung

Der Bau des unterirdischen Metro-Tunnels wird denn auch einiges an Kosten verschlingen.

Allein die erste Etappe der Cargo-Metro von Härkingen / Niederbipp bis nach Zürich wird mindestens 3,55 Milliarden Franken kosten.

Kostenrechnung:

  • Der unterirdische Tunnel kostet 2,5 Milliarden Franken.
  • Für den Bau der sogenannten Hubs sind Ausgaben von 334 Millionen Franken geplant.
  • In die Beschaffung der Metro-Fahrzeuge müssen rund 410 Millionen Franken investiert werden.
  • Weitere 282 Millionen Franken gehen für die Planung drauf.


Finanzierung: Die Finanzierung des Baus soll demnach die Wirtschaft übernehmen, nicht der Staat. Eine entsprechende Gründung einer Aktiengesellschaft wird noch im Jahr 2016 stattfinden. Mit an Bord dieser AG sind oben genannte Unternehmen sowie alle Partner des Vereins Cargo Sous Terrain (CST).

Allerdings sind auch die Stadt Zürich und der Kanton Bern bereits mit von der Partie und unterstützen das Projekt finanziell.

 

Start + VIDEO

Verläuft die Realisierung der Cargo-Metro nach Plan, wird in der ersten Etappe Härkingen (Kt. Solothurn) / Nierderbipp (Kt. Bern) mit der Stadt Zürich verbunden und im Jahr 2030 erstmals in Betrieb genommen.

Cargo sous terrain - Erklärung System [VIDEO]:

 

Erste Strecke

Hierbei handelt es sich um eine Strecke mit einer Länge von 70 Kilometern. Entlang dieser Strecke werden etwa ein Dutzend Hubs zur automatisierten Anlieferung und Auslieferung bestehen.

 

Hub-Standorte

Hubs sind sogenannte Knotenpunkte resp. Zugangsknoten, über die Waren und Güter automatisch mittels Lifte in den unterirdischen Metro-Tunnel hinein geliefert und - selbstverständlich auch umgekehrt - ausgeliefert werden.

Standorte: Geplant ist der Bau von mehreren Hubs an Standorten, wo bereits heute grosse Logistikzentren existieren. Unter anderem zum Beispiel Hubs in Spreitenbach, Schafisheim und Suhr. Dank der Cargo Sous Terrain sollen diese Logistikzentren unterirdisch miteinander verknüpft werden. In der Stadt Zürich sind derweil eigene Zugangsknoten-Hubs in Herdern und Oerlikon geplant.

 

Tunnel

Tunnel-Dimension: Der sich rund 50 Meter unter der Erdoberfläche befindende unterirdische Tunnel besteht aus einer Röhre mit 6 Meter Durchmesser. Laut Projektplan bietet der Tunnel genug Platz für drei Spuren für automatisierte Transport-Fahrzeuge.

Spurnutzung: Zwei Spuren sind für den Güterverkehr in beide Richtungen gedacht. Die dritte Spur (Servicespur) dient dem Ausweichverkehr und für die Zwischenlagerung von Gütern.

 

Fahrzeuge

Ohne Lenker: Die transportierenden Metro-Fahrzeuge sind allesamt unbemannt - sie bewegen sich also vollautomatisch ohne einen menschlichen Lenker.

Elektroantrieb: Der Antrieb der Cargo-Fahrzeuge erfolgt elektromagnetisch über eine Induktionsschiene.

Geschwindigkeit: Die konstante Transport-Geschwindigkeit der unbemannten Fahrzeuge soll 30 Kilometer pro Stunde betragen.

 

Transport von Güter

Frachtgut: Bei der vollautomatisch transportierenden Güterfracht soll es sich in erster Linie um Palettenfracht handeln. Es soll aber auch spezielle Behälter für Getreide und Aushubmaterial geben.

 

Hängebahn für Pakete

Pakete mit doppelter Geschwindigkeit: Zudem wird an der Tunneldecke eine Art Hängebahn installiert, die dann Pakete und leichtere Güter mit doppelter Geschwindigkeit transportieren kann. Also ein automatisierter Versand mit bis zu 60 Kilometer pro Stunde. Dies dürfte wiederum besonders für den Onlinehandel und Onlineversand interessant sein.

 

Weitere Etappen

Schweizweites Netz: Die Betreiber der Cargo-Metro möchten diese unterirdische Güterbahn flächendeckend realisieren, das heisst schweizweit. Das Gesamtnetz umfasst die Genfersee- und Bodenseeregion mit Anbindungen an Basel, Luzern und Thun.

Während des Baus der ersten Etappe werden bereits weitere Etappen geplant. Das sind Verlängerungen der Metro-Strecke nach Winterthur, Basel und Bern. Weitere Verlängerungen führen dann die Gütermetro von Genf und Lausanne bis nach St. Gallen sowie nach Luzern und Thun. Aussen vor bleiben das Bündnerland und der Kanton Tessin.

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Lokal. Regional. National. CH - www.ConvivaPlus.ch  Autor: Schweiz - Redaktion
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(Last updated: 26.01.2016, 17:49 Uhr)